Die Europäische Kommission veröffentlichte ihren Jahresbericht über die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten und den Informationsaustausch bei amtlichen Kontrollen in der Agrar- und Lebensmittelkette. Der Bericht untersucht das Alert and Cooperation Network (ACN), den EU-weiten Rahmen, über den die Kommission und die Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, um die Lebensmittelsicherheit durch den Austausch von Warnungen und Mitteilungen über Verstöße zu gewährleisten und Probleme zügig zu untersuchen.
Der diesjährige Bericht zeigt einen Anstieg der Gesamtzahl der Meldungen um 11 % auf 10.490 im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr. Meldungen über Lebensmittelsicherheitsrisiken über das Rapid Alert System for Food and Feed der Kommission stiegen im vergangenen Jahr um 2 % auf 5.344. Dieser Anstieg unterstreicht die Wachsamkeit der EU-Kontrollbehörden bei der Erkennung von Risiken für Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit und den Mehrwert der Koordination auf EU-Ebene. Wie in den Vorjahren entfielen die meisten Verstöße auf Obst und Gemüse (18 %).

Meldungen im Fleischbereich
Im Jahr 2025 machten meldungsbezogene Fälle von Fleischprodukten 10,4 % aller Warnungen im ACN aus, davon 5,8 % Geflügel und 4,6 % andere Fleischsorten. Schweinefleisch hatte einen Anteil von rund 13 % an den im ACN gemeldeten Fleischprodukten.
Mikrobiologische Gefahren machen fast die Hälfte aller Meldungen aus, wobei Salmonellen das am häufigsten gemeldete Problem darstellen und überwiegend in Geflügel auftreten. Shiga-Toxin-produzierende E. coli (STEC) und Listeria monocytogenes werden häufig in Rind- und Schweinefleischprodukten gemeldet, während Campylobacter vorwiegend in Geflügelprodukten auftritt. Diese Ergebnisse deuten auf mögliche Hygieneprobleme während der Verarbeitung hin und heben die Bedeutung ordnungsgemäßer Handhabung, Lagerung und Verarbeitung hervor, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten.
Meldungen zum Tierschutz
Das Tierschutz-Netzwerk verzeichnete 2025 einen deutlichen Anstieg der Aktivitäten mit insgesamt 929 Meldungen. Dies stellt einen erheblichen Zuwachs seit der Gründung des Netzwerks im Oktober 2024 dar, insbesondere nach der verpflichtenden Einführung des Systems im Februar 2025.
Die drei am häufigsten gemeldeten Tierarten und Kategorien waren Mastschweine (41 %), gefolgt von Masthähnchen (20 %) und Milchkühen (14 %). Verstöße im Zusammenhang mit Transport dominierten die Meldungen klar und machten 95 % aller Meldungen aus, während Vorfälle auf Farmen bzw. bei der Schlachtung lediglich 4 % bzw. 1 % ausmachten. Diese Ungleichheit resultiert aus der primären Funktion des Netzwerks, grenzüberschreitende Verstöße zu erfassen.
26. Juni 2026/ Europäische Kommission/ Europäische Union.
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