Die EU-Landwirtschaftsministerinnen und -minister erörterten, wie die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), einschließlich der Maßnahmen im Rahmen der gemeinsamen Marktorganisation (GMO), nach 2027 gestaltet werden sollte. Sie bewerteten, ob die derzeitigen Vorschläge des Vorsitzes das richtige Gleichgewicht zwischen einem kohärenten EU-Rahmen, größerer nationaler Flexibilität und der Wahrung gemeinsamer landwirtschaftlicher Ziele der EU herstellen.
Die Ministerinnen und Minister äußerten sich im Allgemeinen positiv zu den vorgeschlagenen Änderungen und beglückwünschten den Vorsitz zu diesen Ergebnissen. Sie forderten jedoch mehr Subsidiarität und Flexibilität für die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der GAP-Ziele sowie vereinfachte Vorschriften zur Verringerung des Verwaltungsaufwands für Landwirtinnen und Landwirte sowie Behörden.

Insbesondere sprachen sie sich für mehr Flexibilität bei der gezielten Einkommensstützung sowie für eine größere Anpassungsfähigkeit bei der Umweltförderung und sektorbezogenen Unterstützung unter Wahrung gemeinsamer EU-Standards aus.
Die Debatte fand vor dem Hintergrund erheblicher Herausforderungen für die europäische Landwirtschaft statt, darunter Marktvolatilität, klimabedingte Risiken, Druck auf die landwirtschaftlichen Einkommen, geopolitische Unsicherheit und die Notwendigkeit, die Ernährungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Gleichzeitig wird erwartet, dass der Sektor zu den Umwelt- und Klimazielen beiträgt, Innovationen fördert und den Generationswechsel unterstützt.
23. Juni 2026/ Rat der Europäischen Union/ Europäische Union.
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