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EFSA: Schweinepest bei Hausschweinen und Wildschweinen in der gesamten EU

Dem neuesten jährlichen epidemiologischen Bericht der EFSA zufolge haben die Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Jahr 2025 in der gesamten Europäischen Union sowohl bei Hausschweinen (+ 76 %) als auch bei Wildschweinen (+ 44 %) zugenommen.

25 Mai 2026
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Im vergangenen Jahr führte die EU eine Rekordmenge an ASP-Überwachungsmaßnahmen durch und untersuchte dabei über 518 000 Proben von Hausschweinen und 618 000 Proben von Wildschweinen. Im Rahmen der passiven Überwachung wurden 84 % der ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen und 73 % der Ausbrüche bei Wildschweinen festgestellt. Die Wissenschaftler der EFSA empfehlen den betroffenen Mitgliedstaaten, dieser Art von Ansatz bei ihren Überwachungsbemühungen weiterhin Priorität einzuräumen.

Hausschweine

Die EU-Mitgliedstaaten haben im vergangenen Jahr 585 ASP-Ausbrüche festgestellt, was einem Anstieg um 76 % gegenüber 2024 entspricht. Trotz dieses Anstiegs blieb die Zahl unter den jährlichen Werten, die zwischen 2018 und 2023 verzeichnet wurden (mit Ausnahme des Jahres 2022).

Der Anstieg war größtenteils auf Rumänien zurückzuführen, auf das im Jahr 2025 81 % aller Ausbrüche in der EU entfielen. In Kroatien, Estland und Lettland wurden weitere Anstiege gemeldet.

Die meisten Ausbrüche (91 %) traten in Betrieben mit weniger als 100 Schweinen auf. Im Sommer war ein deutlicher Höhepunkt zu beobachten, wenngleich dieser in einigen Mitgliedstaaten weniger ausgeprägt aber länger als in den Vorjahren war.

Wildschweine

Die Zahl der ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen erreichte in der EU den höchsten Stand (11 036) seit 2021. Dies entspricht einem Anstieg von 44 % gegenüber 2024 (7 677). Fast jeder dritte Ausbruch (31 %) entfiel auf Polen.

Die spanischen Behörden meldeten in Katalonien die ersten ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen seit 1995. Genetische Analysen ergaben keine enge Übereinstimmung mit einem der derzeit in Europa zirkulierenden bekannten ASP-Stämme, und es konnte keine Einschleppungsquelle ermittelt werden. Auch in Deutschland wurde ein weiterer Fall von Translokation festgestellt.

In mehreren Ländern, darunter Italien, Polen, Rumänien, die Slowakei und Ungarn, wurde ein deutlicher winterlicher Höhepunkt bei Ausbrüchen bei Wildschweinen beobachtet, während in anderen Mitgliedstaaten kein einheitliches saisonales Muster erkennbar war.

Im Jahr 2025 fanden in Tschechien und in Süditalien erfolgreiche regionale Kampagnen zur Bekämpfung der Seuche bei Wildschweinen statt.

21. Mai 2026/ EFSA/ Europäische Union.
https://www.efsa.europa.eu

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