Laut dem „Global Pork Quarterly“-Bericht der Rabobank für das zweite Quartal 2026 beeinflussen indirekte Risiken infolge der Spannungen im Nahen Osten, steigende Betriebsmittelkosten sowie Verschiebungen in der Produktionsdynamik in China und der EU die Margen und Handelsströme auf den globalen Schweinefleischmärkten.
Die direkten Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf die weltweiten Schweinefleischmärkte sind begrenzt, doch die indirekten Risiken in Bezug auf Kosten, Handel und Lieferketten nehmen weiter zu. Es wird erwartet, dass steigende Kosten für Futtermittel, Kraftstoff und Verpackungen die Margen in der zweiten Jahreshälfte 2026 unter Druck setzen werden, auch wenn die Inflation die Verbraucher in vielen Märkten dazu veranlassen dürfte, auf preisgünstigere Schweinefleischprodukte auszuweichen, was die Nachfrage stützt. Gleichzeitig verändern sich die globalen Produktionsdynamiken.

In China führen historisch niedrige Schweinepreise, die durch rasche Produktivitätssteigerungen verursacht werden, dazu, dass die Erzeuger ihre Bestände weiter abbauen, wodurch sich die Erwartungen hinsichtlich des weltweiten Angebots verändern. In der EU beeinträchtigen die anhaltenden Nachwirkungen des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest im vergangenen Jahr in Spanien die Handelsströme und belasten die Margen, führen jedoch nicht zu einer nennenswerten Verknappung des Angebots. Zusammengenommen ergeben diese Faktoren ein komplexes Gesamtbild, in dem die Erschwinglichkeit den Konsum stützt, während Kosteninflation und regionale Störungen weiterhin die Hauptrisiken der Branche darstellen.
22. April 2026/ Rabobank.
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