
Klinischer Fall: ... und mit ihnen kamen die Probleme
Änderungen im Zuchtbetrieb, aus dem die Ersatztiere stammen, sind immer schwierige Entscheidungen. Die Überwachung durch Tests vor der Einführung der neuen Tiere in den Betrieb reicht nicht aus.

Änderungen im Zuchtbetrieb, aus dem die Ersatztiere stammen, sind immer schwierige Entscheidungen. Die Überwachung durch Tests vor der Einführung der neuen Tiere in den Betrieb reicht nicht aus.

Im Februar 2016 wurden wir wegen klinischer Probleme bei Absetzferkeln zu einem Zucht- und Mastbetrieb mit 350 Sauen in der Bretagne gerufen. Die klinischen Symptome waren Schwellungen der Augenlider und der Stirn, Koordinationsprobleme, Dyspnoe und plötzlicher Tod. Sie traten wenige Tage nach einer Futterumstellung auf.

Diese Fallstudie beschreibt einen Ausbruch in einem Betrieb, in dem sich die Bekämpfung der Krankheit ohne Impfung als schwierig erwies. Seit 2014 wurde in Europa von einer zunehmenden Anzahl von Fällen der Ödemkrankheit berichtet, obwohl noch nicht klar ist, warum diese Krankheit wieder aufgetreten ist.

Die genetische Selektion kann ein Instrument zur Verbesserung der Darmgesundheit sein und dazu beitragen, den Einsatz von Antibiotika in der Schweineproduktion zu reduzieren.

Dieser Artikel stellt eine Alternative zu den derzeitigen Impfprogrammen vor, die für Betriebe, die mit frühen Ausbrüchen der Ödemkrankheit zu kämpfen haben, die Lösung darstellen könnte. Diese Alternative —bestehend aus der Impfung der Muttertiere am Ende der Tragzeit zur Immunisierung der Absetzferkel— wirft allerdings auch Fragen auf.

Enric Marco fasst die wesentlichen Punkte bei der Bekämpfung von Diarrhö bei Absetzferkeln im Betrieb zusammen.

In der Praxis sollten Saugferkel 10 Tage bis 2 Wochen vor dem Absetzen immunisiert werden, damit sie bis dahin aktiv Antikörper bilden können.

Eine richtige Diagnose mag manchmal aufgrund des häufigen Auftretens von Mischinfektionen, den vielfältigen Auswirkungen von Umwelt und Ernährung sowie der Schwierigkeit, alle möglichen daran beteiligten Krankheitserreger zu isolieren und zu identifizieren, schwer sein.

In dieser Studie wurde die Prävalenz von ETEC-positiven Schweinen in Betrieben ohne klinische Symptome von Diarrhoe und das Muster der Antibiotikaresistenz, das bei Isolaten von ETEC-Stämmen beobachtet wurde, untersucht.

Zunächst wurde eine Reihe von erfolglosen Maßnahmen durchgeführt, bis das Problem endgültig gelöst werden konnte.

Wenn man die Besonderheiten von E. coli zur Seite legt und den Gesamtzusammenhang betrachtet, gewinnt man umfassendere Erkenntnisse über Kontrollmethoden.

Zusammenhang zwischen Fütterungsstrategien und Prävalenz/Schwere E. coli-bedingter Erkrankungen bei Ferkeln nach dem Absetzen.

Die Real-Time PCR ermöglicht es uns, Virulenzfaktoren direkt an der klinischen Probe zu analysieren. Dabei werden die Schritte der Zwischenkulturen und Bestimmungen der jeweils ausgewählten Isolate vermieden, was zu beträchtlichen Zeit- und Kostensparnissen führt.

Aus den Laborbefunden leiteten wir die Diagnose "Ödemkrankheit" (Colienterotoxämie) ab, was für die untersuchte Altersgruppe eher untypisch ist.

Neben Lidödemen konnten bei der Sektion von erkrankten Schweinen auch Ödeme im Dickdarmgekröse und in der Magenwand beobachtet werden.

Hervorzuheben ist, dass nicht nur hämolysierende E. coli pathogen sind, sondern gerade E. coli ohne Hämolyse häufig im ursächlichen Zusammenhang mit klinischen Erkrankungen nachzuweisen sind. Ferner besitzen hämolysierende E. coli nicht generell relevante Fimbrien- und Toxin-Gene.