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Afrikanische Schweinepest in Sachsen erfolgreich getilgt

Sachsen ist wieder frei von Afrikanischer Schweinepest.

6 Februar 2026
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Am heutigen 5. Februar 2026 liegt die Feststellung des letzten ASP-Falls bei einem Frischling im Landkreis Bautzen genau ein Jahr zurück. Damit ist in Sachsen kein Fall mehr aktiv. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) gilt damit als erfolgreich getilgt.

Nach dem Indexfall am 31. Oktober 2020 bei einem mutmaßlich aus Polen über die Neiße eingewanderten Wildschwein wurden in Sachsen insgesamt 2398 ASP-Fälle festgestellt. Die zur ASP-Bekämpfung nötigen Sperrzonen betrafen in ihrer größten Ausbreitung im Jahr 2023 rund ein Drittel der Fläche Sachsens. Insgesamt waren rund 830 Kilometer Schutzzäune errichtet worden, um die Beweglichkeit des Schwarzwilds und damit die Ausbreitung des Virus einzuschränken. Von diesen konnten rund 480 Kilometer Zäunung bereits zurückgebaut werden. Die Bekämpfung der Tierseuche erforderte eine starke Reduzierung des Schwarzwildbestands. Dies wurde durch hunderte Einzelansitze, Ernte- und Drückjagden erreicht, welche Sachsens Jägerschaft durchführte. Im Einsatz waren auch zahlreiche Fallen, mit denen die Entnahme der Tiere gezielt durchgeführt werden konnte. Eine wichtige Maßnahme waren die nahezu täglichen Fallwildsuchen nach verendeten Tieren. Diese wurden vor allem mit den vom Freistaat Sachsen finanzierten Kadaversuchhunden und Drohnen durchgeführt und von den lokalen Jagdausübungsberechtigten, sowie Forst- und Behördenmitarbeitenden unterstützt. Allein 35 Suchhunde und ihre Halter wurden in drei sächsischen Kursen eigens für den Einsatz bei der Fallwildsuche ausgebildet. Über 1800 der insgesamt 2398 infizierten Wildschweine konnten durch Fallwildsuchen festgestellt werden. Analysiert werden die Proben in der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (LUA). Insgesamt wurden seit Oktober 2020 gut 237.500 Proben untersucht – rund 139.000 bei Wild- und knapp 99.000 bei Hausschweinen. Insgesamt hat der Freistaat rund 60 Millionen Euro für die ASP-Bekämpfung aufgebracht.

Das Sozialministerium wird noch in diesem Monat bei der EU-Kommission die Aufhebung der Sperrzone im Landkreis Bautzen beantragen. Der aus zwei parallel verlaufenden Zäunen bestehende Schutzkorridor entlang der Grenze zu Polen im Landkreis Görlitz bleibt so lange bestehen, bis die ASP auch in den angrenzenden Gebieten im Nachbarland getilgt ist. Die günstige Entwicklung der ASP-Tierseuchenlage in beiden Ländern machte jedoch bereits jetzt eine Anpassung der Risikobewertung möglich. Daher konnte der Rückbau eines Teils der mobilen Schwarzwildbarriere veranlasst werden, die ergänzend zu den festen Zäunen entlang der Neiße errichtet worden war.

5. Februar 2026/ Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt/ Deutschland. https://www.medienservice.sachsen.de

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