Die Ministerinnen und Minister haben die von der Kommission vorgeschlagenen nationalen GAP-Empfehlungen erörtert. Im Mittelpunkt der Beratungen standen der Umfang der Empfehlungen, insbesondere ihre Rolle bei der Gestaltung der GAP-Interventionen, ihre Wechselwirkung mit anderen Politikbereichen im Rahmen der Pläne für nationale und regionale Partnerschaft (NRPPs), der Zeitplan für ihre Annahme und die Einbeziehung der Mitgliedstaaten in den Prozess.
Zu den wichtigsten von den Mitgliedstaaten geäußerten Bedenken gehörte die Notwendigkeit, Empfehlungen zur Unterstützung der nationalen Planung rechtzeitig abzugeben; viele Mitgliedstaaten forderten angemessene Übergangsregelungen. Die Ministerinnen und Minister verwiesen ferner darauf, dass sichergestellt werden muss, dass die Empfehlungen evidenzbasiert sind, den nationalen Prioritäten und lokalen Besonderheiten entsprechen und auf den bestehenden GAP-Strategieplänen beruhen.

Die Empfehlungen sollen den Mitgliedstaaten als Orientierungshilfe bei der Ausarbeitung ihrer NRPPs und der Umsetzung der GAP-bezogenen Ziele dienen. Sie werden als strategisches Instrument zur Ermittlung der wichtigsten Herausforderungen in der Landwirtschaft dienen, etwa Einkommen landwirtschaftlicher Betriebe, Wettbewerbsfähigkeit, Generationswechsel, Klimaleistung, Widerstandsfähigkeit gegenüber Risiken sowie Wissen und Innovation.
In der Debatte sollte ferner klargestellt werden, wie die Empfehlungen die Wirksamkeit und die Ambitionen der künftigen GAP im Rahmen des MFR 2028-2034 erhöhen können.
Die Beratungen fanden im breiteren Kontext der Festlegung der künftigen Ausrichtung der GAP statt, wobei die nationalen Empfehlungen als nicht rechtsverbindliche Instrumente eingestuft wurden, die politische Leitlinien bieten und den Mitgliedstaaten zugleich Flexibilität bei der Anpassung der Interventionen an ihre besonderen Umstände sowie ihre nationalen und regionalen Besonderheiten einräumen.
Die Ministerinnen und Minister waren sich darin einig, dass die Empfehlungen den NRPPs und dem umfassenderen EU-Rahmen entsprechen müssen, um die Kohärenz mit anderen Politikbereichen der Union zu gewährleisten.
"Im Mittelpunkt der heutigen Tagung stand die Stärkung der Ernährungssicherheit als Grundpfeiler zur Stärkung der strategischen Autonomie der EU. In den Beratungen wurde betont, dass der Agrarsektor unterstützt, ein fairer Schutz der Landwirtinnen und Landwirte in der gesamten Lebensmittelversorgungskette sichergestellt und die Führungsrolle der EU bei der Förderung der weltweiten Ernährungssicherheit gestärkt werden müssen." - Maria Panayiotou, Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umwelt der Republik Zypern
23. Februar 2026/ Europäischer Rat/Europäische Union.
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