Die irische Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union hat die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu einer ihrer wichtigsten Prioritäten für die zweite Hälfte des Jahres 2026 erklärt. Vor dem Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI) des Europäischen Parlaments erklärte Irlands Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Marine, Martin Heydon, dass die Präsidentschaft bestrebt sei, „so viele Fortschritte wie möglich“ bei den Verhandlungen über die nächste GAP zu erzielen.
Nach Ansicht des Ministers sollte die zukünftige GAP weiterhin einen gemeinsamen Rahmen für europäische Landwirte bieten, die vom Binnenmarkt profitieren, und gleichzeitig den Mitgliedstaaten ermöglichen, regionale Gegebenheiten und die spezifischen Bedürfnisse ihrer Agrarsektoren zu berücksichtigen.

Während des Meinungsaustauschs äußerten Mitglieder des Europäischen Parlaments die Sorge, dass eine zu weitgehende Flexibilität für die Mitgliedstaaten zu einer stärkeren Fragmentierung bei der Umsetzung der GAP führen könnte, wodurch unterschiedliche Bedingungen für Landwirte in der Europäischen Union entstehen könnten.
Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmten zudem mit der irischen Präsidentschaft darin überein, dass die Regeln für Landwirte vereinfacht und die Unterstützung für junge Menschen, die in den Agrarsektor einsteigen, verstärkt werden müssen. Diese Prioritäten dürften die Diskussionen leiten, während der Rat während der sechsmonatigen irischen Präsidentschaft daran arbeitet, die Verhandlungen über die Zukunft der GAP voranzutreiben.
16. Juli 2026 / Europäisches Parlament/ EU.
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