Im Rahmen der internen Untersuchung zur Klärung der Herkunft des Virus, das den jüngsten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Spanien verursacht hat, stellte das katalanische Landwirtschaftsministerium (DARPA) Ende Dezember auf einer Pressekonferenz die bislang verfügbaren Ergebnisse der vom Institut für biomedizinische Forschung (IRB) in Barcelona durchgeführten Sequenzierung vor. Anwesend waren Toni Gabaldón, ICREA-Forschungsprofessor am IRB Barcelona und renommierter Experte für Phylogenetik und Vergleichende Genomik, Cristina Massot, Generalsekretärin des DARPA, sowie Òscar Ordeig, katalanischer Landwirtschaftsminister.
Im Zuge dieser Untersuchung führte das IRB eine vollständige Sequenzierung der Viren durch, die aus den am 28. November 2025 gemeldeten ersten beiden ASP-Fällen isoliert wurden, sowie der 17 am Forschungsinstitut für Tiergesundheit (IRTA-CreSA) vorhandenen ASP-Stämme – darunter sowohl Impfstoffkandidaten als auch Challenge-Stämme. Dies umfasst alle Stämme, die in den vergangenen zwölf Monaten im Labor verwendet wurden. Zwei Stämme, die seit mehr als fünf Jahren nicht mehr verwendet wurden und derzeit eingefroren sind, stehen noch zur Sequenzierung aus.

Das IRB hat den für den jüngsten Ausbruch verantwortlichen Stamm nicht nur mit allen am IRTA-CReSA gelagerten Stämmen verglichen, sondern auch mit der öffentlichen Datenbank, die mehr als 800 ASP-Virussequenzen aus verschiedenen Ländern weltweit enthält. Es ist wichtig hervorzuheben, dass es sich bei dem ASP-Virus um ein großes, genetisch sehr stabiles DNA-Virus handelt.
Der im Ausbruch isolierte Stamm weist keine Ähnlichkeit mit den am IRTA-CReSA sequenzierten Stämmen noch mit den mehr als 800 in der öffentlichen Datenbank enthaltenen Stämmen auf. Die im ASP-Ausbruch in Spanien nachgewiesene Sequenz zeigt 27 Punktmutationen sowie eine signifikante Deletion. Da dieser Stamm bislang nicht beschrieben worden war, wurde ihm eine neue Gruppe (29) zugeordnet.
Die vorliegenden Ergebnisse der Untersuchungen zur Herkunft des Virus unterliegen der abschließenden Bewertung durch das Referenzzentrum für Afrikanische Schweinepest (ASP) in Algete.
Die Kenntnis des Genoms ist entscheidend, um den Ursprung des Ausbruchs zu klären, aber auch, um die Eigenschaften des Virus besser zu verstehen und dadurch die Bekämpfungsmaßnahmen an seine Letalität und andere relevante Faktoren anpassen zu können.
Was die Eindämmung des Ausbruchs betrifft, die nach wie vor oberste Priorität hat, so wurden insgesamt 533 Wildschweine in ganz Katalonien untersucht, von denen 29 positiv getestet wurden, alle im Kerngebiet lokalisiert. Diese 533 Proben umfassen Tiere außerhalb des 20‑km‑Gebiets, von der Bevölkerung gemeldete verendete Wildschweine sowie angefahrene Tiere. Der Einsatz von 400 Kräften in der Zone wird fortgesetzt, und es ist geplant, das Fangtempo zu erhöhen. Darüber hinaus werden weiterhin intensive Verhandlungen mit verschiedenen Ländern geführt, um die betroffenen Märkte zurückzugewinnen.
Abschließend wurde hervorgehoben, wie wichtig Vorsicht, die koordinierte Zusammenarbeit aller Akteure des Sektors und die strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen sind.
30. Dezember 2025/ 333-Redaktion.


