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Rabobank: Auswirkungen des Nahostkonflikts auf Lebensmittelpreise und Agrarwirtschaft

Laut Rabobank führen Störungen in der Straße von Hormus zu steigenden Kosten für Düngemittel, Energie und Rohstoffe, wodurch die Margen in der Landwirtschaft weltweit unter Druck geraten.

26 März 2026
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Der Konflikt im Nahen Osten hat laut dem Rabobank-Bericht „Nahostkonflikt: Auswirkungen auf die globale Lebensmittel- und Agrarwirtschaft“ weltweit erhebliche Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Produktionskosten, insbesondere bei Düngemitteln und wichtigen Rohstoffen.

Laut Rabobank wirkt sich die Störung des Seeverkehrs in der Straße von Hormus unmittelbar auf den weltweiten Düngemittelmarkt aus, da 25 bis 30 % der globalen Stickstoffexporte über diese Route transportiert werden. Diese Situation hat zu einem nahezu vollständigen Stillstand des Schiffsverkehrs und zu einem sofortigen Preisanstieg geführt, wobei die Harnstoffpreise in Nordafrika um 20 % gestiegen sind.

Darüber hinaus war laut Rabobank der Anstieg der Gaspreise – ein wichtiger Faktor in der Düngemittelproduktion – besonders stark, mit Zuwächsen von fast 70 % in der EU in der ersten Woche des Konflikts. Dies wirkt sich direkt auf die Herstellungskosten von Ammoniak und dessen Derivaten aus und führt zu höheren Endpreisen für die Landwirte.

Der Rabobank-Bericht weist zudem auf das Risiko weiterer Lieferengpässe hin, etwa durch die Schließung von Harnstoffwerken in Katar, die die Spannungen am Markt weiter verschärfen könnten. Sollte dieses Szenario länger andauern, erwartet die Bank strukturelle Preissteigerungen, mit möglichen Zuwächsen von 20–30 % bei Harnstoff oder Ammoniak.

Dieser Kostenanstieg wirkt sich direkt auf die Rentabilität der Betriebe aus, da Düngemittel zwischen 40 % und 50 % der variablen Kosten bei Ackerbaukulturen ausmachen. Damit vergrößert sich die Kluft zwischen Produktionskosten und erzielten Erträgen in der Landwirtschaft, was die Margen entlang der gesamten Wertschöpfungskette unter Druck setzt.

Gleichzeitig weist der Bericht darauf hin, dass höhere Energiepreise die Kosten für Transport, Futter und Logistik erhöhen und damit direkt die Tierhaltungssektoren, wie etwa die Schweineproduktion, belasten. Die gestiegenen Preise für Diesel und industrielle Betriebsmittel wirken sich entlang der gesamten Agrar- und Lebensmittelkette aus und treiben die Produktionskosten weiter nach oben.

Abschließend warnt Rabobank, dass im Falle einer Fortsetzung des Konflikts ein Szenario dauerhaft höherer Kosten für Düngemittel, Energie und Rohstoffe entstehen könnte, was sich direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit der Tierhaltungssektoren und die Rentabilität von Schweinebetrieben weltweit auswirken würde.

17. März 2026 / Nahostkonflikt: Auswirkungen auf die globale Lebensmittel- und Agrarwirtschaft – Rabobank.https://media.rabobank.com

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