Der spanische Tierhaltungssektor hat seine Ammoniakemissionen reduziert

18. August 2026/ MAPA/ Spanien.
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02-Okt-2026 (vor 22 Tage)

Der spanische Tierhaltungssektor reduzierte seine Ammoniakemissionen im Jahr 2024 um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr und verzeichnete damit seit 2005, dem Referenzjahr der Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen, einen Rückgang von 17,6 %. Dies geht aus den aktuellen Daten des Spanischen Emissionsinventarsystems (SEI) hervor. Diese Verbesserung ist auf eine Reduzierung der mit der Güllewirtschaft verbundenen Emissionen um 14,9 % sowie auf einen Rückgang der Emissionen im Zusammenhang mit der Ausbringung organischer Düngemittel, einschließlich der Emissionen aus der Weidehaltung, um 2,1 % zurückzuführen.

In ganz Spanien sind die Ammoniakemissionen einschließlich anderer Quellen als der Tierhaltung zwischen 2005 und 2024 um 13 % gesunken. Damit hat Spanien seine in den europäischen Vorschriften festgelegte Reduktionsverpflichtung bereits im vierten Jahr in Folge erfüllt. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums (MAPA) wurde dabei eine Reduktion erreicht, die viermal höher ist als die für jedes Jahr des Zeitraums 2020–2030 geforderte.

Das nationale Luftschadstoffinventar berücksichtigt Informationen zur Stickstoffbilanz sowie zur Umsetzung der besten verfügbaren Techniken (BVT) in der intensiven Schweine- und Geflügelhaltung. Diese Daten werden für jeden Betrieb einzeln über das computergestützte System Ecogan erfasst. Grundlage sind die von den Landwirten gemeldeten Informationen, die anschließend von den Regionalregierungen weitergeleitet werden.

Nach Angaben des Ministeriums ermöglichen die Verbesserungen von Ecogan zusammen mit den von Landwirten und regionalen Behörden bereitgestellten Informationen ein genaueres Verständnis der auf den Betrieben eingesetzten Emissionsminderungstechniken und deren Einfluss auf die Berechnung der Emissionen aus der Tierhaltung.

Im Gegensatz zur Entwicklung im Tierhaltungssektor stiegen die mit der Verwendung von Stickstoffdüngern verbundenen Ammoniakemissionen im Jahr 2024 an, hauptsächlich aufgrund eines höheren Verbrauchs, insbesondere von Harnstoff. Dieser Anstieg folgte auf zwei Jahre mit geringerer Nutzung infolge der gestiegenen Düngemittelpreise nach Beginn des Krieges in der Ukraine sowie der schweren Dürre im Jahr 2023. Trotz des Anstiegs im Jahr 2024 weist das Ministerium darauf hin, dass das spanische Ziel, die Ammoniakemissionen bis 2030 gegenüber 2005 um 16 % zu reduzieren, nicht gefährdet ist.