Biosicherheit auf der EuroTier 2026: Schlüssel zu gesunden Beständen und wirksamem Seuchenschutz

August 26, 2026 - EuroTier

27-Aug-2026 (vor 1 Monate 23 Tage)

logoOb Schweine, Rinder oder Geflügel – konsequente Hygiene, wirksame Seuchenvorsorge, kontinuierliche Gesundheitsüberwachung und betriebsindividuelle Impfkonzepte tragen entscheidend dazu bei, Tierseuchen vorzubeugen und die Gesundheit der Bestände langfristig zu sichern. Neben einem guten Management spielen Stallhygiene, Zugangskontrollen, Früherkennung und moderne Präventionsmaßnahmen eine Schlüsselrolle. Das Fachprogramm der EuroTier 2026 – vom 10. bis 13. November in Hannover – greift diese Herausforderungen mit der „DLG-Expert Stage: Biosicherheit und Futtermittelsicherheit“ auf und widmet dem Thema besondere Aufmerksamkeit. Zu der Weltleitmesse für professionelle Tierhaltung und Livestock-Management werden rund 2.100 Aussteller aus 55 Ländern erwartet.

Die Anforderungen an die Nutztierhaltung steigen kontinuierlich: Tiergesundheit, Tierwohl und wirtschaftlicher Erfolg sind heute untrennbar mit einem konsequenten Management der Biosicherheit verbunden. Gleichzeitig stellen Tierseuchen wie ASP, MKS oder die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) die Betriebe vor große Herausforderungen. Für Schweine-, Rinder- und Geflügelhalter gilt daher gleichermaßen: Vorbeugung ist der wirksamste Schutz. Biosicherheit, Hygiene und betriebsindividuelle Impfkonzepte bilden die Grundlage, um Infektionsketten zu unterbrechen, Tiergesundheit zu erhalten und wirtschaftliche Schäden zu vermeiden.

Schweine: Tiergesundheit beginnt mit Prävention

Für schweinehaltende Betriebe besitzt die Verbesserung der Tiergesundheit höchste Priorität. Ein stabiler Gesundheitsstatus verbessert das Tierwohl, reduziert den personellen und wirtschaftlichen Aufwand und steigert die Leistungsfähigkeit der Bestände. Zu den wichtigsten Stellschrauben gehören ein optimiertes Stallklima und eine bedarfsgerechte Fütterung. Beide Maßnahmen fördern die Gesundheit der Tiere.

Eine zentrale Rolle spielt darüber hinaus die Biosicherheit. Vor dem Hintergrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bleibt sie eines der wichtigsten Innovationsfelder der Schweinehaltung. Die ASP hat strenge Biosicherheitsanforderungen, kontinuierliche Überwachung und im Seuchenfall Bestandsräumungen und Verbringungsverbote zur Folge – gerade kleinere Betriebe stehen dadurch vor erheblichen Herausforderungen. Zusätzliche Bedeutung gewann im letzten Jahr der MKS-Ausbruch.

EuroTier 2026: Biosicherheit im Fokus

Das Fachprogramm der EuroTier 2026 rückt Biosicherheit als einen entscheidenden Erfolgsfaktor moderner Nutztierhaltung in den Mittelpunkt. Unter dem Leitthema „Intelligence in Animal Farming" greifen DLG-Expert Stages und DLG-Spotlights zentrale Zukunftsthemen auf, darunter auch die Biosicherheit. Die DLG-Expert Stage „Biosicherheit und Futtermittelsicherheit" in Halle 21 bietet Fachvorträge und Diskussionsrunden zu aktuellen Herausforderungen und praxisnahen Lösungen – von modernen Hygienekonzepten über die Sicherung der Futterqualität bis hin zu innovativen Technologien für Management und Prophylaxe. Ergänzt wird das Angebot durch die tierartenspezifischen DLG-Expert Stages, auf denen Fachleute aus Praxis, Wissenschaft, Industrie und Beratung aktuelle Entwicklungen und zukunftsorientierte Produktions- und Haltungskonzepte vorstellen.

Für Fachbesucherinnen und Fachbesucher bietet die EuroTier 2026 die Möglichkeit, sich kompakt über aktuelle Erkenntnisse und praxiserprobte Strategien zur Verbesserung der Biosicherheit zu informieren und diese direkt mit Expertinnen und Experten zu diskutieren. Vorträge, Podiumsdiskussionen, Live-Demonstrationen und Networking-Formate bieten in Hannover eine ideale Plattform, um Erfahrungen auszutauschen, neue Technologien kennenzulernen und konkrete Lösungen für den eigenen Betrieb zu bewerten.