Rabobank-Bericht Q3: Globale Schweinemärkte bleiben unter Druck, aber eine Neuausrichtung ist im Gange

23. Juli 2026/ Rabobank.
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01-Sep-2026 (vor 19 Tage)

Die weltweiten Schweinefleischpreise bleiben aufgrund einer stagnierenden Nachfrage und eines Überangebots schwach. Die Stimmung ist in den wichtigsten Produktionsregionen gedämpft, da die Preise in den verschiedenen Regionen im Allgemeinen unter dem Niveau der Vorjahre liegen. Der Hauptgrund ist das Überangebot, wobei die Ursachen je nach Region unterschiedlich sind.

Mit Blick auf die Zukunft wird erwartet, dass der anhaltende Rückgang des Sauenbestands in China ab Mitte/Ende des dritten Quartals zu einem geringeren Angebot führen wird. Eine mögliche Preiserholung in China dürfte jedoch aufgrund der weiterhin schwachen Nachfrage begrenzt ausfallen. Auch in Nordamerika ist im vierten Quartal, wenn nicht bereits früher, mit einer gewissen Verbesserung zu rechnen.

Der Handel dürfte in der zweiten Jahreshälfte stabil bleiben, obwohl strukturelle Veränderungen weiterhin stattfinden. Die Exportmuster verschieben sich, da der Marktanteil Europas nach Krankheitsproblemen und einer schwächeren Nachfrage aus China zurückgegangen ist, während Brasilien seinen Anteil schnell ausgebaut hat. Gleichzeitig entwickeln sich auch die Importmuster weiter: Mexiko und die Philippinen erhöhen ihre Importe deutlich, während China seine Importmengen reduziert. Der Handel bleibt anfällig gegenüber Entwicklungen bei Tierkrankheiten, geopolitischen Unsicherheiten und Anpassungen der Handelspolitik.

Obwohl das USMCA-Abkommen weiterhin vollständig in Kraft ist, erhöht die Entscheidung der USA, die Vereinbarung nicht zu verlängern, die Unsicherheit bei Investitionsentscheidungen in Nordamerika, hat jedoch kurzfristig nur begrenzte Auswirkungen auf den Handel. Die Philippinen haben offiziell das landesweite Importverbot für Schweinefleisch aus Spanien aufgehoben. Die Antidumpingzölle Chinas auf Schweinefleischimporte aus der EU führten zusammen mit dem Überangebot in China zu einem Rückgang der Importe um 29 % in den ersten fünf Monaten des Jahres.

All diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Volatilität im Schweinefleischhandel in der zweiten Jahreshälfte 2026 anhalten wird.