26. Juni 2026/ Europäische Kommission/ Europäische Union.
https://agriculture.ec.europa.eu
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Der Agrar- und Lebensmittelsektor der EU hielt in den ersten vier Monaten 2026 ein positives Handelsbilanzsaldo aufrecht und konnte es sogar ausbauen, mit einem kumulierten Überschuss von 15,6 Mrd. €, 233 Mio. € mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Die kumulierten Exporte von Januar bis April beliefen sich auf 77,6 Mrd. €, 2,3 Mrd. € (−3 %) unter dem Wert des gleichen Zeitraums 2025, hauptsächlich aufgrund niedrigerer Exportwerte für Kakaoprodukte und Schweinefleisch. Die Exporte von Schweinefleisch sanken um 522 Mio. € (−12 %) aufgrund niedrigerer Preise.
Das Vereinigte Königreich blieb trotz eines moderaten Rückgangs von 2 % (−454 Mio. €) der größte Exportmarkt der EU. Sowohl der Wert als auch das Volumen der Exporte gingen in den meisten Produktkategorien zurück, insbesondere bei Schweinefleisch und Getreide. Die Exporte von Rapsöl verdreifachten sich jedoch (+101 Mio. €).
Der Handel mit den Golfstaaten wurde ebenfalls durch die Schließung der Straße von Hormus beeinträchtigt, wobei die Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate um 25 % (−266 Mio. €) zurückgingen. Im Gegensatz dazu stiegen die Exporte nach Ägypten um 302 Mio. € (+49 %), getrieben durch Weizen, während die Exporte in die Ukraine um 104 Mio. € (+7 %) zunahmen.
Die kumulierten Importe erreichten 62 Mrd. €, ein Rückgang von 2,5 Mrd. € (−7 %) gegenüber dem Vorjahr. Die Importwerte aus Côte d’Ivoire, Nigeria, Kamerun und Guinea sanken alle, da die Kakaopreise weiterhin fielen, während auch die Importe aus den USA und der Ukraine zurückgingen, bedingt durch geringere Käufe von Sojabohnen bzw. Weizen. Im Gegensatz dazu stiegen die Importe aus Vietnam um 278 Mio. € (+16 %), unterstützt durch höhere Kaffeemengen.
Bei den Produktkategorien fielen die Importe von Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen um 1,6 Mrd. € (−12 %), während die Importe von Obst und Nüssen, Rind- und Kalbfleisch sowie Margarine und anderen Ölen und Fetten alle zulegten.