EU und Südkorea stärken strategische Partnerschaft

10. Juni 2026/ Europäische Kommission/ Europäische Union.
https://ec.europa.eu

25-Jun-2026 (heute)

Die Europäische Union und die Republik Korea haben ihren 11. bilateralen Gipfel in Brüssel abgehalten, bei dem beide Seiten vereinbart haben, ihre strategische Partnerschaft durch neue Initiativen in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Technologie, Energie und Sicherheitskooperation zu stärken.

Ein zentrales Ergebnis des Gipfels war die Einführung einer neuen „Competitiveness Partnership“, die darauf abzielt, die Zusammenarbeit in strategischen Bereichen wie Handel, Investitionen, Lieferketten, Digitalisierung, fortschrittliche Technologien, Energie und Innovation zu vertiefen. Zur Unterstützung dieser Initiative haben beide Seiten zudem die Einrichtung eines High-Level Economic Dialogue vereinbart, um die Zusammenarbeit in den Bereichen wirtschaftliche Sicherheit, Handelspolitik und Industriepolitik zu intensivieren.

Beim Gipfel wurde außerdem ein Abkommen über digitalen Handel unterzeichnet, das digitale Transaktionen zwischen beiden Wirtschaftsräumen erleichtern und Unternehmen mehr Planungssicherheit bieten soll, während gleichzeitig ein gemeinsames Bekenntnis zu offenen, wettbewerbsfähigen und fairen digitalen Märkten gewahrt bleibt.

Die Staats- und Regierungschefs betonten zudem die enge Zusammenarbeit im Rahmen des bestehenden Handelsabkommens sowie die erzielten Fortschritte im Bereich Handel und nachhaltige Entwicklung. Die Europäische Union verwies darüber hinaus auf Möglichkeiten zur Ausweitung der Zusammenarbeit durch zukünftige Verhandlungen über ein Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung (Mutual Recognition Agreement, MRA) für Konformitätsbewertungen, Zertifikate und Kennzeichnungen – ein Instrument zur Vermeidung doppelter Prüf- und Zertifizierungsanforderungen für Unternehmen auf beiden Seiten.

Im Agrar- und Lebensmittelsektor verpflichteten sich die EU und die Republik Korea, die Bemühungen zur Verbesserung des Marktzugangs für Agrar- und Lebensmittelprodukte in ihren jeweiligen Märkten fortzusetzen. Diese Verpflichtung umfasst Produkte wie Rindfleisch, Geflügel und Schweinefleisch aus der Europäischen Union.

Der Gipfel stärkte zudem die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Forschung und Innovation sowie Sicherheit und Verteidigung und festigte damit die strategische Beziehung zwischen beiden Partnern weiter und erweitert die Kooperationsfelder für die kommenden Jahre.