FAO-Fleischpreisindex im April auf Rekordniveau

8. Mai 2026/ FAO.
https://www.fao.org/

11-Jun-2026 (heute)

Der FAO-Fleischpreisindex lag im April bei durchschnittlich 129,4 Punkten und damit um 1,6 Punkte (1,2 %) über dem Wert vom März sowie 7,8 Punkte (6,4 %) über dem Vorjahreswert. Damit erreichte er ein neues Rekordhoch. Der Anstieg spiegelte höhere Preise in allen Fleischkategorien wider, mit Ausnahme der Notierungen für Schaffleisch, die weitgehend unverändert blieben.

Die Preise für Rindfleisch stiegen auf einen neuen Höchststand, gestützt durch höhere Exportnotierungen in Brasilien infolge eines begrenzten Angebots an schlachtreifen Rindern, was den fortlaufenden Wiederaufbau der Herden widerspiegelt. Für zusätzlichen Auftrieb sorgte die starke internationale Nachfrage, insbesondere aus China, wo die Importkontingente im Rahmen eines neuen dreijährigen Schutzmechanismus rasch ausgeschöpft werden.

Auch die Schweinefleischpreise legten zu, gestützt durch stabilere Notierungen in der Europäischen Union infolge einer steigenden saisonalen Nachfrage, auch wenn niedrigere Preise in Brasilien aufgrund eines reichlichen Angebots den Anstieg bremsten.

<p>FAO-Preisindex Schweinefleisch. Quelle: FAO</p>

Die Preise für Geflügelfleisch stiegen infolge höherer Notierungen in Brasilien. Eine starke Kaufnachfrage aus mehreren afrikanischen Märkten glich dabei die schwächeren Verkäufe in den Nahen Osten mehr als aus, wo logistische und transportbedingte Einschränkungen eine Umleitung der Lieferungen über das Rote Meer erforderlich machten.

Die Schaffleischpreise blieben weitgehend unverändert, da höhere Notierungen in Australien infolge eines knappen Exportangebots durch Rückgänge in Neuseeland ausgeglichen wurden, die auf eine schwächere Nachfrage aus China, dem wichtigsten Exportmarkt des Landes, zurückzuführen waren.