1. April 2026 / FAS-USDA / USA.
https://www.fas.usda.gov
Der kanadische Schweinesektor dürfte 2026 stabil bleiben, wobei das Produktionswachstum eher durch verbesserte technische Leistungen als durch eine Ausweitung des Tierbestands getrieben wird. Die Anfangsbestände werden auf rund 13,9 Millionen Tiere prognostiziert, wobei ein leichter Anstieg des Sauenbestands die Produktion zusätzlich stützt.
Die Ferkelerzeugung wird voraussichtlich 31 Millionen Tiere erreichen, was einem Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und hauptsächlich auf die hohe Sauenproduktivität im Jahr 2025 zurückzuführen ist. Verbesserte Biosicherheitsmaßnahmen und ein optimiertes Betriebsmanagement haben dazu beigetragen, den Seuchendruck auf einem niedrigen Niveau zu halten. Obwohl Anfang 2026 ein Fall des Porzinen Epidemischen Diarrhoe-Virus (PEDv) gemeldet wurde, scheint es sich um einen Einzelfall ohne weitere Ausbreitung zu handeln.
Die Schweineschlachtungen dürften leicht auf 22,1 Millionen Tiere ansteigen, gestützt durch eine höhere Auslastung der bestehenden Verarbeitungskapazitäten durch entsprechende Branchenanpassungen in den vergangenen Jahren. Infolgedessen wird erwartet, dass die Schweinefleischproduktion um etwa 1 % auf 2,17 Millionen Tonnen zunimmt.
Kanada wird weiterhin ein stark exportorientierter Schweinefleischproduzent bleiben, wobei die Exporte in den letzten Jahren rund 60 % der Produktion ausmachten. Für das Jahr 2026 wird ein Anstieg der Schweinefleischexporte um 2 % prognostiziert, getragen von der Nachfrage im indo-pazifischen Raum und neuen Marktzugangsmöglichkeiten, darunter Indonesien. Den Erwartungen zufolge dürften die Exporte in die USA jedoch zurückgehen.
Im Handel bestehen weiterhin Herausforderungen, insbesondere aufgrund des von China verhängten Vergeltungszolls von 25 % auf kanadisches Schweinefleisch, der das Exportpotenzial in diesen Markt nach wie vor begrenzt.
Insgesamt dürfte der kanadische Schweinesektor im Jahr 2026 eine vorsichtige Strategie verfolgen, mit einem klaren Fokus auf Effizienz und Produktivität, während er sich in einem volatilen Marktumfeld und unter starker Abhängigkeit vom internationalen Handel behaupten muss.