23. März 2026/ Dänischer Rat für Landwirtschaft und Ernährung/ Dänemark.
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Dänische Schweineerzeuger haben einen Ausstiegsplan vorgeschlagen, nachdem die Schweineproduktion in Dänemark im kürzlichen Wahlkampf starkem politischen und gesellschaftlichen Druck ausgesetzt war – einschließlich ausdrücklicher Forderungen politischer Akteure, die Schweineproduktion deutlich zu reduzieren oder sogar ganz einzustellen. Diese Situation hat bei den Landwirten zu großer Verunsicherung geführt.
Doch der Vorsitzende des Schweinefleischsektors bei Landbrug & Fødevarer (der wichtigsten Interessenvertretung des Agrar- und Lebensmittelsektors in Dänemark), H.C. Gæmelke, machte die offizielle Position deutlich: Obwohl er die Beweggründe für den Vorschlag verstehe, unterstütze er ihn nicht. Gæmelke räumte ein, dass der Druck seitens der Medien und der Politik intensiv und entmutigend war, ist jedoch der Ansicht, dass in der öffentlichen Debatte wesentliche Aspekte außer Acht gelassen wurden, wie etwa die wirtschaftlichen und sozialen Folgen einer Reduzierung des Sektors, insbesondere für die Beschäftigung im ländlichen Raum, die Fleischindustrie und damit verbundene Wirtschaftszweige.
Anstatt einen Ausstieg der Erzeuger zu fördern, unterstütze der Sektor die Notwendigkeit, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Erhaltung und Weiterentwicklung der Produktion in Dänemark ermöglichen. In diesem Zusammenhang betonte Gæmelke die große Bedeutung von Investitionen in den Tierschutz und einer kontinuierlichen Verbesserung des Produktionssystems.