20. Februar 2026/ 333 Lateinamerika mit Daten des Brasilianischen Instituts für Geographie und Statistik (IBGE) und der COMEX-STAT-Datenbank.
https://www.ibge.gov.br/
http://comexstat.mdic.gov.br/
Die brasilianische Schweinebranche schloss das Jahr 2025 mit einer sehr positiven Entwicklung ab, was sich in einem Anstieg zentraler Kennzahlen wie Schlachtungen und Produktion widerspiegelt. Das Jahr war geprägt von Rekordexporten, die die Position des Landes als einer der weltweit führenden Schweinefleischexporteure festigten, mit starkem Fokus auf strategische Märkte in Asien und Lateinamerika. Gleichzeitig nahm der sichtbare Verbrauch wieder seinen historischen Trend des moderaten Wachstums auf, was die Stärke des Inlandsmarktes bestätigt.
Mehr Schlachtungen: Die Schweineschlachtungen erreichten 2025 insgesamt 59,7 Millionen Tiere, was einem Anstieg von 3,6 % gegenüber den 57,6 Millionen Tieren im Jahr 2024 entspricht.
Steigende Schweinefleischproduktion: Die Schweinefleischproduktion wuchs 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 % von 5,33 auf 5,56 Millionen Tonnen.
Leicht höhere Schlachtkörpergewichte: Das durchschnittliche Schlachtkörpergewicht lag 2025 bei 93 kg, ein Plus von 0,6 % gegenüber 2024 (92,5 kg).
Rekordexporte: Die Exporte nahmen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 % von 1,32 auf 1,48 Millionen Tonnen zu. Damit erreichten sie einen historischen Höchststand und brachten Brasilien auf den dritten Platz in der Rangliste der weltweit größten Schweinefleischexporteure, womit Kanada auf Platz vier verdrängt wurde.
Wichtigste Absatzmärkte: 60 % der Exporte konzentrierten sich im Jahr 2025 auf nur fünf Länder. Hauptabnehmer waren die Philippinen mit 392.686 Tonnen und einem Anteil von 26,6 % an den Gesamtexporten, gefolgt von China (10,8 %), Chile (8,0 %), Japan (7,8 %) und Hongkong (7,3 %).

Exportierte Produkte: Gefrorenes Schweinefleisch (84,2 %), Schlachtnebenerzeugnisse (8,1 %) sowie entbeinte Schinken und Schultern (4,1 %) machten 96,3 % der Gesamtexporte des Jahres aus.
Steigende Importe: Die Importe erreichten 10.645 Tonnen, ein Anstieg um 201,8 % gegenüber 3.528 Tonnen im Jahr 2024.
Importierte Produkte: 98,4 % der Importe im Jahr 2025 entfielen auf folgende Produkte: Schweinefett (61,3 %), gesalzenes oder in Salzlake eingelegtes Schweinefleisch (19,8 %), gefrorenes Schweinefleisch (9,7 %) und gefrorene Schlachtnebenprodukte vom Schwein (7,6 %).
Anstieg des Inlandsverbrauchs: Der sichtbare Verbrauch stieg im Vergleich zu 2024 um 1,9 % und erreichte 4,09 Millionen Tonnen.