FAO-Fleischpreisindex im Januar gesunken

6. Februar 2026/ FAO.
https://www.fao.org

10-Mrz-2026 (heute)

Der FAO-Fleischpreisindex lag im Januar bei durchschnittlich 123,8 Punkten, d. h. 0,5 Punkte (0,4 %) unter dem Wert vom Dezember, jedoch immer noch 7,1 Punkte (6,1 %) über dem Vorjahreswert. Der Rückgang ist hauptsächlich auf niedrigere Weltmarktpreise für Schweinefleisch zurückzuführen, während die Notierungen für Rind- und Schaffleisch weitgehend stabil blieben. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Weltmarktpreise für Geflügelfleisch einen Anstieg.

Die Schweinefleischpreise fielen vor allem aufgrund schwächerer Notierungen in der Europäischen Union, bedingt durch eine gedämpfte internationale Nachfrage und ein reichliches Angebot, unter anderem aufgrund des Abbaus von Rückständen im Zusammenhang mit der vorübergehenden Schließung von Schlachthöfen während der Feiertage zum Jahresende.

<p>FAO-Preisindex f&uuml;r Schweinefleisch. Quelle: FAO</p>

Trotz einer vergleichsweise knappen Angebotslage blieben die Weltmarktpreise für Schaffleisch weitgehend stabil, da die saisonale Nachfrage nach den starken Käufen zum Jahresende nachließ.

Auch die Preise für Rindfleisch zeigten sich insgesamt stabil, da sich die brasilianischen Exporte nach der raschen Ausschöpfung des zollfreien Kontingents der USA und der anschließenden Anwendung des 26,4%igen Außerkontingentzolls auf andere Zielmärkte verlagerten. Die Lieferungen wurden zunehmend nach China umgeleitet, wo die Importeure ihre Käufe beschleunigten, um Mengen vor der angekündigten Schutzquote für Rindfleisch zu sichern, wodurch ein potenzieller Abwärtsdruck auf die brasilianischen Preise ausgeglichen wurde.

Im Gegensatz dazu stiegen die Notierungen für Geflügelfleisch, vor allem aufgrund der höheren Preise in Brasilien, die durch die starke internationale Nachfrage gestützt wurden.