29. Januar 2026/ Rabobank.
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Laut dem Global Pork Quarterly Report der Rabobank plant China, seinen Sauenbestand zu verkleinern, um dem Überangebot entgegenzuwirken. Vorgesehen ist eine Reduzierung um 1 Million Tiere durch führende Unternehmen zwischen September 2025 und Januar 2026. Unter Einbeziehung der Bestandsreduzierungen mittelgroßer Betriebe dürfte der chinesische Sauenbestand im Jahr 2026 voraussichtlich auf 39 Millionen Tiere sinken, gegenüber 40,3 Millionen im September 2025. In den USA schreitet der Wiederaufbau der Sauenbestände angesichts der Herausforderungen im Bereich der Biosicherheit weiterhin nur langsam voran. Die EU sieht sich zunehmendem Druck ausgesetzt, unter anderem durch ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen in Spanien ab November 2025 und durch Chinas Antidumpingzölle, nachdem der Sauenbestand im Jahr 2025 nur begrenzt gewachsen ist. Die Rabobank erwartet, dass das Angebot in der ersten Jahreshälfte die Preise niedrig hält, während ein knapperes Angebot in der zweiten Jahreshälfte einen Preisanstieg unterstützt. Weltweit bleibt die Produktivitätssteigerung ein zentrales Thema, da die Produzenten mit anhaltenden Herausforderungen zu kämpfen haben.
Es wird davon ausgegangen, dass der Handel aufgrund politischer Veränderungen volatil bleibt. Der globale Schweinefleischhandel zeigte im Jahr 2025 eine uneinheitliche Entwicklung: Brasilien verzeichnete ein Exportwachstum von 12 %, während andere wichtige Exportländer wie die USA und Kanada einstellige Rückgänge hinnehmen mussten. Im Jahr 2026 werden große Importländer, darunter China und Mexiko, ihre Importregelungen anpassen. Mexiko wird eine Importquote für Nicht-FTA-Lieferanten einführen und Antidumping- und Antisubventionsuntersuchungen gegen US-Schweinefleisch einleiten, während China Antidumpingzölle auf Schweinefleischimporte aus der EU erhebt. Japan und die Philippinen, bedeutende Importeure, verbieten nach wie vor spanisches Schweinefleisch aufgrund von ASP-Bedenken. All diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Handelsvolatilität auch im Jahr 2026 anhalten wird.
Die Gesundheit der Bestände bleibt auch 2026 eine Herausforderung. Die Afrikanische Schweinepest breitet sich weiterhin in Vietnam und auf den Philippinen aus und erschwert die Erholung der lokalen Produktion. Obwohl die ASP in Spanien bislang nicht auf die Hausschweinbestände übergegriffen hat, steht die Branche aufgrund strengerer Biosicherheits- und Seuchenbekämpfungsmaßnahmen zunehmend unter Druck. In den USA und Mexiko belastet PRRS weiterhin die Schweineproduktion.